1572-mal aufs Stanserhorn

Ein Berg, der zum Zuhause geworden ist

Wer 1’572-mal zu Fuss auf dem Stanserhorn war, kennt den Berg wohl besser als die meisten. Simon Müller hat diese beeindruckende Zahl über die Jahre erwandert. Der 83-Jährige wohnt heute in Luzern, doch seine Verbindung zum Stanserhorn reicht weit zurück: 58 Jahre lang lebte er in Stansstad und machte sich von dort immer wieder zu Fuss auf den Weg Richtung Gipfel.

Seit 2012 wandert er regelmässig aufs Stanserhorn. Damals konnte er sogar den Bau der heutigen CabriO-Bahn mitverfolgen. Seither sind unzählige Wanderungen dazugekommen. Ganze 1’572-mal stand Simon Müller bereits auf dem Gipfel. Bis zum Ende dieser Saison möchte er nun die 1'600er-Marke erreichen.

Was ihn immer wieder hinaufzieht? «Hier ist das Paradies», sagt er. Besonders die atemberaubende Rundsicht vom Gipfel hat es ihm angetan. Für ihn ist das 360-Grad-Panorama etwas ganz Besonderes, jeden ersichtlichen Berggipfel erkennt er mit Namen. «Das ist der schönste Ort.»

Wandern statt Fitnessstudio

Für Simon Müller ist das Wandern weit mehr als Sport. «Andere gehen ins Fitnessstudio, ich absolviere mein Training am Berg», erzählt er. Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst schnell oben zu sein. In der Regel braucht er zweieinhalb bis drei Stunden für den Aufstieg. Seine schnellste Wanderung absolvierte er allerdings im Jahr 2020: Damals erreichte er den Gipfel bereits nach 1 Stunde und 42 Minuten.

Heute nimmt er sich bewusst die Zeit, die Natur zu geniessen. Meistens wandert er alleine, denn so kann er sein eigenes Tempo bestimmen und unterwegs innehalten, um die Natur und insbesondere die Wildtiere zu beobachten. Und Gesellschaft findet sich am Berg ohnehin fast immer. Weil er so häufig unterwegs ist, kennt Simon Müller viele Menschen auf dem Stanserhorn: «Man trifft immer jemanden zum Schwatzen.»

Seine Lieblingsroute führt über das Kalcherli und die Ahornhütte. Besonders gerne ist er im Frühling unterwegs, Ende Mai oder Anfang Juni, wenn die Natur zu blühen beginnt. «Es ist einmalig schön hier.» Aber auch bei kühleren Temperaturen hat das Stanserhorn seinen Reiz, dann sei die Sicht häufig besonders klar.

Oben angekommen, gönnt sich Simon Müller nach jedem Aufstieg ein Quöllfrisch. Eine kleine Belohnung nach der Wanderung und, wie er selbst sagt, ist er danach auch gleich wieder «frisch».

Verantwortungsbewusst unterwegs

Wer so viel und so regelmässig wandert, weiss auch, worauf es ankommt. Die richtige, der Jahreszeit angepasste Kleidung gehört für Simon Müller bei jeder Wanderung dazu. Trittsicherheit und eine gute Vorbereitung sind für ihn selbstverständlich. Wohl deshalb hatte er all die Jahre auch noch nie einen Unfall.

Doch seine Verbundenheit mit dem Stanserhorn zeigt sich nicht nur beim Wandern. Mit den Älplern hat Simon Müller eine besondere Abmachung: Bei seinen Wanderungen schaut er jeweils bei den Rindern vorbei und achtet darauf, ob sie genügend Wasser haben oder ob sich ein Tier verletzt hat. Falls ihm etwas auffällt, meldet er dies sogleich den Älplern. So hat er auf seinen vielen Wegen nicht nur die Natur im Blick, sondern übernimmt ganz nebenbei auch ein Stück Verantwortung für den Berg und seine Bewohner.

Alle kennen ihn und er kennt alle

Dass Simon Müller so oft auf dem Stanserhorn unterwegs ist, ist längst nicht mehr nur den regelmässigen Wanderern bekannt. Auch die Mitarbeitenden der Stanserhorn-Bahn und des Restaurants kennt er gut. «Es ist schön, wie mich alle immer begrüssen. Alle sind so freundlich.»

Und seine Bekanntheit reicht mittlerweile sogar über das Stanserhorn hinaus. Auch einige Tourguides, die mit ihren Gruppen regelmässig auf den Berg kommen, kennen Simon Müller inzwischen. So kam es schon vor, dass ein Tourguide ihn zufällig in Luzern entdeckte. Er erkannte den Stanserhorn-Wanderer sofort und stellte ihn kurzerhand seiner ganzen Reisegruppe vor. So ist Simon Müller durch seine vielen Wanderungen mittlerweile auch über das Stanserhorn hinaus bekannt.

Das nächste Ziel wartet schon

Noch fehlen ihm 28 Aufstiege bis zu seinem persönlichen Saisonziel von insgesamt 1'600 Stanserhorn-Besteigungen. Und wer Simon Müller zuhört, bekommt nicht den Eindruck, dass ihm das Wandern so schnell verleidet. Im Gegenteil: Die Natur, die Aussicht, das Heimatgefühl und die vielen Begegnungen ziehen ihn immer wieder hinauf.

Damit ist Simon Müllers Geschichte auch ein schönes Beispiel für das, was hinter unserer Jahreskampagne «Zämä einisch umä Globus» und dem Motto «Jeder Schritt zählt» steckt. Allein in dieser Saison hat er mit 72 Aufstiegen und 48 Abstiegen bereits über 1'300 Kilometer zu unserer Aktion beigetragen. Rund 11 Kilometer pro Weg, die sich Schritt für Schritt summieren und am Ende zu etwas Grossem führen: der gemeinsamen Umrundung der Welt.

Tragen auch Sie Ihre Wanderungen ein und werden Sie Teil unseres gemeinsamen Ziels «Zämä einisch umä Globus». Als zusätzliche Motivation winken Ihnen viele attraktive Preise, die Sie mit etwas Glück gewinnen können.